erklärBär: Infos zu Wetterprognosemodellen


Computermodelle für die Wettervorhersage rechnen vom "Istzustand" in die Zukunft. Dementsprechend ist ein großer und genauer Anfangsdatensatz notwendig, damit auch die Berechnungen möglichst präzise ausfallen. Ein Modell setzt sich aus einem riesigen Gleichungssystem nichtlinearer Differentialgleichungen zusammen, die die uns bekannte Physik der Atmosphäre so ausführlich wie möglich zu beschreiben versuchen. Leider gibt es dabei wesentlich mehr Unbekannte als Gleichungen und somit ist das System analytisch nicht lösbar. Deshalb müssen verschiedene Größen im Vorfeld parametrisiert, d.h. abgeschätzt werden. Das passiert bei den verschiedenen Modellen in unterschiedlicher Form und dies wiederum ist der Grund für unterschiedliche Modell-Outputs.

Kyrill

Die Aufgabe des Synoptikers (Meteorologe, der Vorhersagen erstellt) ist nun, die physikalisch wahrscheinlichste Variante der zukünftigen Wetterentwicklung ausfindig zu machen. Manchmal richtet man sich nach einem bestimmten Modell, zuweilen bietet es sich aber auch an, einen "Mittelweg" zu suchen. Für mich als Fernsehmeteorologe ist der letzte Schritt meiner Arbeit dann noch die sprachliche Aufarbeitung der Erkenntnisse vor der Kamera...